topsoil - Der beste Grund fuer Ihren Ertrag

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Welche Aussaattechnik ist geeignet?
Neben der Vorbereitung des Bodens, hängt ein erfolgreicher Zwischenfruchtanbau maßgeblich von der Sorgfalt der Aussaat ab. Nur durch einen gut etablierten Pflanzenbestand kann das vielfältige Wirkungspotential der Zwischenfruchtmischungen ausgeschöpft werden. Durch die unterschiedlichen Korngrößen der Komponenten stellen die Zwischenfruchtmischungen einerseits unterschiedliche Anforderungen an Saatbett und Ablagetiefe und bergen andererseits die Gefahr sich zu entmischen. Zur Aussaat der Zwischenfruchtmischungen kommen grundsätzlich einige Verfahren mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen in Frage. Diese kann z.B. mit vorhandener mechanischer oder pneumatischer Drilltechnik erfolgen oder in einem Arbeitsgang mit der Bodenbearbeitung kombiniert werden. Neben dem altbekannten Schneckenkornstreuer, besteht auch die Möglichkeit ein pneumatisches Sägerät (beispielweise APV-Streuer) auf dem Bodenbearbeitungsgerät nachzurüsten. Weitere Infos lesen Sie hier.
Wie erfolgt die biologische Nematodenbekämpfung durch Zwischenfrüchte?

Rübensystennematoden (Heterodera schachtii) verursachen im intensiven Rübenanbau die größten Schäden. In der Praxis wird die Schadschwelle für den Nematodenbesatz bei Zuckerrüben bei 500 Eiern und Larven / 100 g Boden angesetzt. 100 Eier und Larven von Nematoden in 100 g Boden kosten rund 1 % Rübenertrag. In warmen Sommern liegt die Schadschwelle jedoch schon bei 300 - 400 Eiern und Larven / 100 g Boden. Ertragsverluste liegen dann schnell im zweistelligen Bereich. Zunächst zeigt sich der Befall mit Rübennematoden durch eine verzögerte Jugendentwicklung der Rüben.
Später werden Schäden durch verwelkte, vergilbte Blätter und die intensive Entwicklung von Wurzelbärten sichtbar. An den Wurzeln lassen sich stecknadelkopfgroße Zysten finden, in denen die Larven und Eier der Nematoden im Boden bis zu 10 Jahre überdauern können.
Neben den Kulturpflanzen Zucker-, Futterrüben sowie Rote Beete, Mangold, alle Kohlarten, Raps, Spinat und andere, zählen auch einige Unkräuter zum Wirtspflanzenkreis der Rübennematode. Dies sind unter anderem Amarant, Melde, Vogelmiere, verschiedene Gänsefußarten, Hederich, Senf oder Hirtentäschelkraut.
Durch den Anbau der in der Zwischenfruchtmischung topsoil nemafern enthaltenen resistenten Pflanzenarten können die Nematoden bekämpft werden. Die in der Mischung enthaltenen nematodenresistenten Gelbsenf- und Ölrettichsorten geben Wurzelausscheidungen ab, wodurch die Larven der Nematoden zum Schlüpfen aus den Zysten angeregt werden. Die geschlüpften Larven wandern durch den Boden und dringen über die Wurzeln in die Pflanzen ein. Im Gegensatz zu den Wirtspflanzen werden die Nematoden in den resistenten Gelbsenf- und Ölrettichsorten aufgrund eines eingeschränkten Nährzellensystems nur unzureichend ernährt und verhungern. Die wenigen, die überleben sind besonders häufig männlich, da diese für ihre Entwicklung weniger Nahrung benötigen. Dadurch wird die Nematodenpopulation insgesamt verringert und Ertragsverluste verhindert.
Der richtige Anbau entscheidet letztlich über die spätere Wirkung. Gelingt es in der Praxis nicht, im Zuge der Zwischenfrucht einen wüchsigen, tief wurzelnden Bestand zu erstellen, kann der Erfolg unzureichend sein.
Welche Bedeutung hat Humus für den Boden?
Humus ist die gesamte abgestorbene, tote organische Substanz in und auf dem Boden. Dieser wird von Bodenorganismen durch den Ab- und Umbau organischer Substanz gebildet. Humus hat für den Boden folgende Bedeutung:
  • für das Pflanzenwachstum essentielle Mineral- und Nährstoffe werden freigesetzt und gespeichert
  • wichtiger Lebensraum für Bodenlebewesen und Pflanzen
  • Verbesserung von Luft- und Wasserhaushalt vor allem in Grünlandböden
  • Bildung und Stabilisierung der Bodenstruktur (Bildung von Ton-Humus-Komplexen)
  • Erhöhung der Wasserhaltekapazität des Bodens
  • Filter- und Pufferfunktionen gegenüber Schadstoffen zum Schutz des Grundwassers

Haupt- und Zwischenfrüchte beeinflussen den Humusanteil im Boden sehr unterschiedlich. Es wird unterschieden zwischen den humuszehrenden Früchten wie Mais oder Kartoffeln, die den Humusanteil im Boden verringern und den humusmehrenden Kulturen wie Leguminosen oder Ackergras, die den Humusanteil im Boden steigern. Da die meisten Fruchtfolgen aus humuszehrenden Kulturen bestehen, ist die Nutzung von topsoil Zwischenfruchtmischungen besonders zu empfehlen, um den Humusanteil im Boden zu steigern.
Wie sieht eine ideale Bodenstruktur aus?
Unter der Bodenstruktur wird die Anordnung der festen Bodenbestandteile verstanden, die bestimmte chemische und physikalische Eigenschaften besitzen. Die Bodenstruktur wird durch folgende Faktoren des Bodens beeinflusst:
  • Wasser-, Luft- und Wärmehaushalt
  • Biologische Aktivität
  • Mobilisierung von Reservestoffen
  • Befahrbarkeit
  • Durchwurzelung

Die Struktur des Bodens ist durch natürliche bzw. anthropogen Verdichtungen und Auflockerungen ständigen Änderungen unterworfen. Setzen, Einschlämmen und Schrumpfen werden zu den verdichtend wirkenden, natürlichen Prozessen gezählt, während Quellung durch Wasser, Frostsprengung und biologische Prozesse eine lockernde Wirkung auf die Bodenstruktur haben. Durch den Eingriff des Menschen kommt es beim Befahren oder Walzen zum Verdichten des Bodens und beim Einsatz von Pflug, Grubber, Fräsen und anderen Geräten zur Auflockerung der Bodenstruktur. Das Hauptziel der Bodenbearbeitung ist es den Boden in einen idealen Gefügezustand zu bringen, in dem sich Wurzeln gut ausbreiten und die Pflanzen dadurch optimal entwickeln können.
Die organische Substanz und die Gesamtheit der im Boden lebenden Organismen haben einen großen Einfluss auf das Bodengefüge und die Bildung einer gewünschten Krümelstruktur des Bodens. Die dabei entstehenden Bodenbestandteile bestehen aber nur solange die Bodenorganismen lebensfähig sind. Für den Ackerbau bietet daher der Einsatz von Zwischenfrüchten die Möglichkeit eines ganzjährigen Bewuchses der Ackerflächen, wodurch die Bodenorganismen fortwährend Nahrung finden können. Dadurch wird die Gefügestabilität der Böden maßgeblich erhöht. Außerdem kann durch die krümelige Bodenstruktur ein aktiver Austausch zwischen im Boden enthaltenen Nährstoffen und den Wurzeln der Pflanze stattfinden.
Ursachen von Bodenerosion und vorbeugende Schutzmaßnahmen
Bei der Bodenerosion werden Bodenteilchen abgelöst und entlang der Bodenoberfläche transportiert. Dabei wird zwischen der Wasser- und der Winderosion, je nachdem durch welches Transportmedium der Boden abgetragen wird.
Zu den grundlegenden Ursachen einer Bodenerosion zählen:
  • geringer Bedeckungsgrad der Bodenoberfläche
  • starke Hangneigungen
  • leichte Bodenarten wie Parabraunerden aus Löß
  • mangelnde Bodenstruktur
  • Starkregenereignisse

Durch Erosionsereignisse kommt es zu irreversiblen Verlust an Boden, wobei vor allem die oberste, fruchtbarste Bodenschicht weggeschwemmt wird. Dadurch gehen dem Boden Humus und Nährstoffe verloren. Außerdem werden vor allem junge Kulturpflanzen entwurzelt und verletzt. Zusätzlich kommt es zur Verschmutzung von Gewässern, Wegen und Straßen.
Folgende Maßnahmen sind für einen Erosionsschutz erforderlich:
  • Vermeidung von langen Zeiträumen unbewachsener Böden (z.B. Anbau von Winterbegrünung, Untersaaten mit Gräsern)
  • Extensivierung von Bodenbearbeitung
  • Umwandlung von hängigem Ackerland in Grünland
  • Vermeidung des Anbaus von Reihenkulturen wie Mais und Zuckerrüben in stark erosionsgefährdeten Gebieten
  • Anlage von Windschutzanlagen
  • Einsatz von bodenstabilisierenden Zwischenfrüchten

Welche Bedeutung hat die Bodenfruchtbarkeit?
Der Boden ist ein komplexes System, bei dessen Fruchtbarkeit es sich um die Gesamtheit aller physikalischen, chemischen und biologischen Eigenschaften handelt. Ein fruchtbarer Boden als Standort für Pflanzen kann diese gut mit Nährstoffen, Wasser und Luft versorgen.
Die Fruchtbarkeit eines Bodens wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem das Bodengefüge, die Bodenkörnung bzw. Bodenart und die Bodentiefe. Auch die Luft- und Wasserführung sowie der Gehalt an schädlichen, wachstumshemmenden Stoffen wirken auf die Bodenfruchtbarkeit.
Zur Erhaltung dieses vielschichtigen Systems spielen Humusgehalt und -zusammensetzung eine wichtige Rolle. Durch die Zersetzung und den Umbau der organischen Substanz durch Bodenorganismen werden einerseits Nährstoffe freigesetzt und andererseits Humus gebildet. Die freigesetzten Nährstoffe dienen den Pflanzen als Nährstoffe und werden über die Wurzeln aufgenommen.
Zum Dauerhaften Erhalt der Bodenfruchtbarkeit spielen Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Düngung eine entscheidende Rolle. Dabei sollten sich humuszehrende Kulturen z.B. Mais und humusmehrende Kulturen wie Zwischenfrüchte die Waage halten.
Dadurch bleibt die Bodenfruchtbarkeit erhalten und der Nachfrucht stehen Nährstoffe ausreichend zur Verfügung.

10 Vorteile von Zwischenfrüchten

1. Humusbildung
Die Zufuhr organischer Substanz durch den Anbau von Zwischenfrüchten steigert den Humusgehalt des Bodens und fördert die mikrobielle Aktivität und Lebendverdauung im Boden. Die Bodenfruchtbarkeit wird verbessert und erhalten. Je länger die Vegetationsdauer, desto stärker ist die Humusbildung
2. Erosionschutz
Eine kontinuierliche Bodenbedeckung schützt den Boden vor Wind- und Wassererosion
3. Bodenverbesserung
Zwischenfrüchte wurzeln in kurzer Zeit tiefer und weiträumiger als die meisten Hauptfrüchte. So können Bodenverdichtungen aufgelockert und Nährstoffressourcen aus tieferen Bodenschichten erschlossen werden. Die Wasserkapazität des Bodens und auch die Bodengare werden verbessert.
4. Nährstoffkonservierung
In der organischen Substanz von Zwischenfrüchten werden die nach der Ernte im Boden verbleibenden Nährstoffe konserviert und im Frühjahr für die Folgekultur nach dem Absterben der Zwischenfrucht wieder freigesetzt.
5. Nitratauswaschung
Im Boden sehr mobiles Nitrat wird von Zwischenfrüchten aufgenommen und so die Nitratauswaschung verringert. Der in der Zwischenfrucht gespeicherte Stickstoff steht dann im Frühjahr der Folgekultur zu Verfügung.

6. Unkrautunterdrückung
Wir die Vegetationsdecke durch Zwischenfrüchte schnell geschlossen, können Ausfallgetreide sowie Unkraut- und Ungrassamen unterdrückt und am Auflaufen gehindert werden.
7. Nematodenbekämpfung
Nematodenresistente Gelbsenf- und Ölrettichsorten können als biologische Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.
8. Biomassenutzung
Für viehhaltende Betriebe und Biogasanlagenbetreiber bietet sich bei winterharten Zwischenfrüchten (insbesondere Gräsern) eine zusätzliche Nutzung des Aufwuchses im Frühjahr.

9. Mulchsaat
Abfrierende Zwischenfrüchte bilden eine gute Miulchschicht zur Aussaat der Hauptfrüchte.
10. Stickstofffixierung
Abfrierende Zwischenfrüchte bilden eine gute Miulchschicht zur Aussaat der Hauptfrüchte.